Physio, Physio ... ein Fachgedicht vom Nichtfachmann

Da Karl starrt seine Haxn an

und merkt, dass er bald nimmer kann.

So straks dahin ... und går no‘ schlendern ?

„Då muaß se schleunigst ebbas ändern“.

So äugt er seine Füße o‘,

stellt fest: „Er muaß zum „Physio“.

Dann greift er schnell zum Telefon

und frågt, wann er denn kemma kon.

Die Therapie ois Hoffnungsträger,

is‘ Heilsbringer und Zukunftspfleger.

Für alle, dee wo ‘s zwickt und zwackt,

is‘ Physio ganz klar o’g‘sagt.

Da Physio is‘ ausgebucht.

Termin: 6 Wochen (??) - ja verflucht !

Dee beste Jobchance håt doch heut,

da Physio- und Therapeut.

So krebst da Karle ummananda,

in Griffnäh‘ von a’m starken G’lánda,

suacht kurzen Weg zum Kanapée,

weil alle Knochen tean eahm weh.

In seinem Körper bohrt da Schmerz !

Da Karl besitzt a guates Herz

und spendet - sollt‘ er voll genesen,

sei‘ Glasaug’ und sei‘ Armprothes’n.

Weil ‘s lang scho‘ eahm ‘s Geläuf‘ vaziagt,

braucht ‘s Oan, der ‘s z’ruck und g’scheit hi’biagt.

Der wo eahm greift und ziagt und druckt,

da Leidende net plärrt und muckt.

Wonach da Patient sich sehnt

is‘, dass der Therapeut ihn dehnt.

Doch geht ihm auf den Senkel,

da Griffschmerz in dee Schenkel.

Die Fachkraft schrubbt den Buckel lang

und foltert einen Nervenstrang.

Da Pflegling schreit und schreckt zusammen:

„Aufhör’n, aufhör’n – in Gott’s Namen !“

Da Physio erklärt konkret,

dass einfach es net anders geht.

Den Behandler trifft koa Schuld.

Da Invalid übt in Geduld.

Is‘ da Masseur net gråd a Niete,

dann is‘ dees scho‘ dee halbe Miete.

A bissl Werbung derf scho‘ sei‘,

trotz dieser Elends-Schinderei !

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